Staus auf der A2

Neben der A1 ist die A2 die am meisten befahrene Autobahn in Deutschland. Aber anders als die A1 gibt sich die Autobahn 2 nicht mit vier Spuren zufrieden, sie besteht aus sechs Spuren, was das Fahren auf dieser Autobahn deutlich einfacher macht. Die A2 verläuft von Oberhausen aus im nördlichen Rand des Ruhrgebiets, weiter durch den Süden des Münsterlands über Ostwestfalen-Lippe und das Weserbergland. Weiter geht es durch Niedersachsen und Hannover, dann nach Magdeburg, der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Dort überquert die A2 die Elbe und verläuft bis kurz vor die deutsche Hauptstadt Berlin, wo sie im Süden der Stadt am Dreieck Werder endet.

Die A2 ist eine der wichtigsten Achsen auf der Route von Ost nach West und da besonders viele Autofahrer aus Polen auf der A2 unterwegs sind, hat die Autobahn den Beinamen „Warschauer Allee“ bekommen. Auch wenn die Autobahn 2 komplett mit sechs Spuren ausgestattet ist, Staus lassen sich auch hier nicht vermeiden und es gibt einige Knotenpunkte, an denen sich der Verkehr regelmäßig staut.

Die Geschichte der A2

stau a2

Der Bau der A2 wurde Anfang der 1930er Jahre geplant, um das Rheinland mit dem Ruhrgebiet zu verbinden. Zwischen 1933 und 1934 begannen die ersten Bauarbeiten, wobei die Autobahn ganz bewusst im nördlichen Teil des Ruhrgebiets gebaut wurde, da in den anderen Regionen, bedingt durch den Bergbau, mit Bergschäden gerechnet werden musste. Wichtig war aber auch die Region im Osten von Westfalen, da es dort wie auch im Ruhrgebiet viele Menschen gab. Hannover wurde eingeplant, weil es zu dieser Zeit bereits einen Flughafen in Hannover gab. Von dort aus wurde die A2 als kurze Verbindung zu Berlin geplant, aber anders als ursprünglich gedacht, wurde die Streckenführung nach Stettin und vor dort aus weiter nach Königsberg wieder aufgegeben, denn diese Region war zu dünn besiedelt.

In Niedersachsen kamen die Bauarbeiten ins Stocken, denn was man nicht mit eingeplant hatte, das waren die vielen Seen und Moore, die dem Bau der A2 im Wege waren. Um diese Probleme zu umgehen, wurde die Autobahn weiter nach Süden gebaut, in eine Region, die dicht besiedelt war und die zudem noch die Option bot, die Autobahn weiter nach Breslau oder nach Frankfurt an der Oder zu erweitern. An zwölf Stellen wurde gleichzeitig mit dem Bau begonnen und jede Fahrbahnseite bekam eine Breite von 24 m. Der erste Abschnitt der Autobahn wurde 1936 für den Verkehr freigegeben und dieser Abschnitt mit einer Länge von 32 km führte von Braunschweig nach Lehrte.

Fertig wurde die A2 aber erst nach 1945, denn während des Zweiten Weltkriegs ruhten die Bauarbeiten. In den 1970er Jahren war die heutige A2 auch eine Transitstrecke zwischen den beiden deutschen Staaten, und der Abzweig nach Magdeburg bekam ein großes T als Kennzeichnung für die Transitstraße. Nach dem Zusammenbruch der DDR wurde die Autobahn 2 wieder gesamtdeutsch und wurde im Laufe der Jahre auf allen Streckenabschnitten sechspurig ausgebaut.

Die Unfallautobahn

Die A2 hat was Unfälle angeht einen sehr schlechten Ruf, denn pro Jahr ereignen sich auf der A2 rund 450 Unfälle, die dann für Staus sorgen. In der Regel ist eine zu hohe Geschwindigkeit, die gerne auf den geraden Stücken der Bahn gefahren wird, an diesen Unfällen schuld. Um die Autofahrer zum langsamen Fahren zu zwingen, wurde an einem der Unfallschwerpunkte, auf dem Bielefelder Berg, eine Geschwindigkeitsüberwachung eingebaut. In Richtung Hannover wird jetzt zwischen den Anschlussstellen Bielefeld-Ost und Bielefeld-Süd das Tempo überwacht, und alle Autofahrer werden fotografiert. Die Strecke ist ein Unfallbrennpunkt, weil sie durch eine Kurve führt, in der viele Autofahrer gerne mal etwas zu schnell unterwegs sind. Die Stadt Bielefeld kann sich freuen, denn nahezu jeder zweite Fahrer, der diesen Teilabschnitt auf der A2 fährt, ist zu schnell und muss zahlen. Auf diese Weise kommen jedes Jahr mehrere Millionen Euro zusammen.

Staus auf der Autobahn 2

Auch auf der A2 kommt es immer wieder zu Staus, vor allem wenn die Ferien in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen beginnen. Alle, die im Ruhrgebiet wohnen und die Ferien an der See verbringen wollen, die nutzen die sechspurige A2, um schneller voranzukommen. Das führt in den Stoßzeiten regelmäßig zu langen Staus. Besonders schwierig ist es seit bekannt wurde, dass die Brücken über die Elbe Risse haben und aufwendig saniert werden müssen. Vor allem die zahlreichen Baustellen rund um Magdeburg stellen die Nerven der Autofahrer auf eine harte Probe, denn dort kann es auch außerhalb der Ferien zu Staus kommen, die mehr als 20 km lang sind.

Für die Sanierung der Brücken werden in der Regel drei der sechs Spuren gesperrt. Das kann besonders an Werktagen, wo viele LKWs auf der A2 unterwegs sind, zu Behinderungen und auch zu langen Staus führen. Teilweise kann die Trasse von Ost nach West sogar nur einspurig genutzt werden. Aber selbst wenn die Brücken wie die Strombrücke bei Magdeburg auf drei Spuren befahren werden kann, kostet dieses Teilstück viele Autofahrer Nerven.

Die Staus auf der A2 umfahren

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Wer sich rechtzeitig durch die Staumeldungen im Radio informiert, der weiß auch wo es sich aktuell staut und wie dieser Stau am besten umfahren werden kann. Alle, die in Fahrtrichtung Westen, also ins Ruhrgebiet unterwegs sind, die sollten bei einer Staumeldung die Umleitung über die A9 nehmen oder auf die A38 ausweichen. Eine andere Alternative bietet die Brücke über die Elbe bei Schönebeck, und auch die A41 ist eine gute Möglichkeit, den größten Staus auf der A2 zu entkommen.

Wer sich entschließt durch Magdeburg zu fahren, der könnte Pech haben, denn die Stadt an der Elbe hat jede Menge Baustellen, die ein zügiges Weiterkommen verhindern. Auch wenn es immer wieder zu Staus auf der A2 kommt, wer den schnellsten Weg von Dortmund oder Bochum nach Berlin sucht, der sollte die Autobahn 2 benutzen, denn es gibt sechs Spuren, die es einfacher machen, schnell voranzukommen. Für die A2 gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen Autobahnen in Deutschland, es kommt auf die richtige Uhrzeit an, denn nicht zu allen Tageszeiten ist diese Autobahn auch eine Staufalle. Wen es in den Ferien erwischt, der kann entweder abwarten oder versuchen, den Stau zu umfahren.

Stau-A2.de

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